Zu den Wadenmuskeln gehören der Musculus soleus und der längere darüberliegende Musculus gastrocnemius. Diese starken Muskeln drücken das Sprunggelenk nach unten und tragen so dazu bei, den Körper beim Gehen, Laufen, Springen oder Treppensteigen voranzutreiben.
Wadenmuskelverkürzung
Eine Wadenmuskelverkürzung beeinträchtigt die normale Bewegung des Sprunggelenks. Wenngleich zu viel oder zu wenig Bewegung und Schuhe mit hohen Absätzen die Wadenmuskulatur verspannen können, können schwerere Fälle einer Wadenmuskelverkürzung neurologische Ursachen haben.
Krankengymnastik, regelmäßige Dehnübungen und das Tragen von speziellen Sprunggelenksorthesen, Schienen oder Gips können dazu beitragen, die Wadenmuskelverkürzung zu verringern. Wenn die Wadenmuskelverkürzung sehr stark ist und die Gehfähigkeit stark beeinträchtigt, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
Während eines chirurgischen Eingriffs bei einer Wadenmuskelverkürzung wird ein Teil der Achillessehne, die die Wadenmuskeln mit dem Fersenbein verbindet, durchtrennt. Dadurch wird das Ziehen am Fuß und Sprunggelenk verringert, und der Bewegungsumfang des Sprunggelenks kann verbessert werden.
Bei chirurgischen Eingriffen aufgrund einer Wadenmuskelverkürzung wird ein Einschnitt entlang der Hinterseite der Wade gesetzt. Auf diese Weise kann der Operateur zur Achillessehne gelangen und einen Teil davon durchtrennen, um die Spannung von der Achillessehne zum Sprunggelenk zu reduzieren.
