Sehnenabriss des Brustmuskels: Überblick
Sehnenabriss des Brustmuskels: Überblick
Dieses Video bietet einen Überblick darüber, wie Sehnenabrisse des Brustmuskels, also Risse der Pectoralis-major-Sehne, entstehen, welche Anatomie relevant ist und wie ein Arzt die Diagnose stellt.
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Sehnenabriss des Brustmuskels: Überblick
Der Musculus pectoralis major ist der größte Muskel der Brust. Oft als Brustmuskel bezeichnet, besteht der Musculus pectoralis major aus 3 Abschnitten, die am Schlüsselbein, der Klavikula, dem Brustbein, auch Sternum genannt, sowie an den unteren Rippen und der Bauchmuskulatur ansetzen. Alle Teile des Muskels vereinigen sich an der Sehne des Musculus pectoralis major, die am Oberarmknochen, auch Humerus genannt, ansetzt.
Der Musculus pectoralis major hält den Arm nahe am Körper und dreht ihn nach innen. Er ist der Hauptmuskel, der beim Drücken mit den Armen beteiligt ist und wird für sportliche Bewegungen wie Liegestütze und Bankdrücken benötigt.
Da der Musculus pectoralis major ein sehr kräftiger Muskel ist, sind Verletzungen nicht sehr häufig, obwohl die Verletzungsrate aufgrund der zunehmenden Teilnahme an Sport und Gewichtheben steigt. Verletzungen betreffen meist die Sehne des Musculus pectoralis major. Entweder dort, wo die Sehne am Oberarmknochen ansetzt oder wo der Muskel an der Sehne befestigt ist.
Ein Sehnenabriss des Brustmuskels, also ein Riss, auch Ruptur genannt, der Pectoralis-major-Sehne, tritt am häufigsten bei Männern im Alter zwischen 20 - 40 Jahren auf und ist meist mit sport- oder trainingsbedingten Verletzungen verbunden. Die häufigste Ursache für einen Riss der Pectoralis-major-Sehne ist das Bankdrücken, insbesondere während der Abwärtsbewegung. Die Bankdrück-Position belastet die Sehne am stärksten, da der Muskel stark gedehnt wird, wenn der Arm seitlich positioniert ist, wobei der Ellenbogen unter dem Druck des schweren Gewichts hinter den Körper zurückgeführt wird.
Seltener treten Risse der Pectoralis-major-Sehne bei Kontaktsportarten wie Football, Ringen und Boxen auf, oder beim Heben schwerer Lasten im Rahmen von beruflichen Tätigkeiten. Die Überbeanspruchung des Muskels ohne ausreichende Ruhepausen sowie die Einnahme von anabolen Steroiden können das Risiko einer Sehnenverletzung erhöhen.
Zum Zeitpunkt der Verletzung verspüren Patienten häufig ein „Knacken“, gefolgt von Schmerzen, Schwellung und einer Schwäche im Arm. Um einen Riss der Pectoralis-major-Sehne zu diagnostizieren, fragt der behandelnde Arzt den Patienten zunächst, wie die Verletzung entstanden ist. Anschließend untersucht er Brust und Schulter des Patienten und achtet auf Anzeichen wie eine asymmetrische Erscheinung sowie Schwellungen und Blutergüsse im Bereich des Oberarms oder der Brust. Der Arzt wird außerdem die Kraft von Arm und Brust testen.
Zur Bestätigung der Diagnose wird der Arzt wahrscheinlich bildgebende Verfahren anordnen. Röntgenaufnahmen können zwar keinen Sehnenriss sichtbar machen, werden jedoch häufig durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Oberarmknochen nicht gebrochen oder ausgerenkt ist. Eine MRT-Untersuchung ist die bevorzugte bildgebende Methode, um den Musculus pectoralis major und seine Sehne darzustellen und eine Verletzung zu überprüfen.
Verletzungen der Pectoralis-major-Sehne werden in 3 Schweregrade eingeteilt: Typ 1: Sehnenzerrung; Typ 2: teilweiser Sehnenriss; Typ 3: vollständiger Sehnenriss. Der Arzt wird die Schwere der Symptome und den Grad des Risses berücksichtigen, um die passende Behandlungsmöglichkeit festzulegen.
